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 Berichte über Veranstaltungen des Kreisverbands

 

Politikergespräch 2017
 
Von l nach r: MdL Peter Tomaschko, Katharina Wiedemann, Martina Ritzel, Eric Altmanshofer,
Brigitte Beck, Patrick Glaser
 
Der bereits seit Jahren bestehende Austausch zwischen dem BLLV Kreisverband Aichach-Friedberg und MDL Peter Tomaschko wurde auch in diesem Sommer weitergeführt. Beide Seiten betonten, wie wichtig und gut ein offenes, vertrauensvolles Gespräch sei.
 
Die im Bildungspaket beschlossenen Verbesserungen werden im Verband durchaus positiv gewertet. Auch Tomaschko konnte zufrieden davon berichten, dass neue Stellen in der Verwaltung und für die Aufstockung der mobilen Reserven geschaffen werden. Gleichwohl wies Kreisvorsitzende Martina Ritzel darauf hin, dass jedoch noch mehr Geld in Bildung investiert werden muss: „Bei den Kleinen in der Grundschule muss man beginnen!“
Die Belastung der Lehrerinnen und Lehrer wird immer größer. Die aktuellen neuen kompetenzorientierten Zeugnisse tun ihr Übriges dazu. Auf zwei gut gefüllten Seiten werden die Eltern über die Lernfortschritte ihrer Kinder informiert. Sehr viel Arbeit steckt hier dahinter.
Tomaschko berichtete über die geplante und geforderte Digitalisierung in den Schulen, die sicherlich sehr wichtig ist. Die anwesenden BLLV-Mitglieder erklärten aber deutlich, dass auch hier eine Unterstützung für die Schulen und Lehrkräfte seitens der Regierung nötig ist. Nicht nur Geld für die benötigte Hardware, sondern vor allem Spezialisten als Unterstützung für die Systembetreuung sind für ein Gelingen der Umsetzung entscheidend.
Für Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko gab es also wieder eine Menge an Informationen und dringenden Forderungen, die er weitergeben wird. Es werden dringend mehr Lehrerkräfte benötigt, um den bereits bestehenden Aufgaben, sowie den weiter wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.
Nach einer sehr konstruktiven, in angenehmer Gesprächsatmosphäre geführten Aussprache bekundeten beide Seiten, dass sie auch weiter im Dialog bleiben wollen.
 
 
Kirchenführung

Die katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Aichach hat eine lange Geschichte:
Sie war anfangs nicht der Mutter Gottes geweiht und durchlief auch viele kunsthistorische Epochen. Herr Ruhland, Mesner in Aichach, führte eine Gruppe BLLV-Mitglieder durch die Kirche, den renovierten Dachstuhl und vor allem auf den Turm mit seinen 6 imposanten Glocken. Der 1000 Jahre alte Turm hält den 10 Tonnen gut stand, so kamen auch die interessierten und begeisterten Besucher wieder heil am Boden an und ließen den Nachmittag im Biergarten ausklingen.
                Martina Ritzel

 

 Vorsorgevollmacht

 
Das geht uns alle an! - Vorsorgevollmacht
In einem anschaulichem Vortrag ging Max Schindlbeck beim Thema Vorsorge auf die Bereiche Betreuung, Geschäftsunfähigkeit, Vermögensverwaltung und einiges mehr ein. Die Nachfragen der interessierten Zuhörerschaft zeigten, wie wichtig vielen dieses Thema ist. Das eindringlichte Anliegen vom Referenten wiederholte er am Ende nochmal deutlich: Füllen Sie das Formular in der nächsten Woche aus, lassen Sie es nicht zu lange liegen!
 

        Martina Ritzel 

 

Vorlesewettbewerb der 4. Klassen

 

Im Landkreis Aichach-Friedberg beteiligten sich wieder alle Grundschulen am  Vorlesewettbewerb der 4. Klassen, den die Kreisvorsitzende Martina Ritzel und ihr Team in bewährter Weise organisierten.
Nach vier Hürden stand der Landkreissieger im Vorlesen fest: Die Jury aus Mitgliedern des Kreisverbandes, der Schulrätin Ingrid Hillenbrand, des Kreisvorsitzenden der Raiffeisenbanken Peter Burnhauser und des Landrates und Schirmherrn des Wettbewerbes Dr. Klaus Metzger, kürten Clemens Wittkopf von der Grundschule Dasing zum Sieger.
Zuvor hatte er - wie auch die anderen fünf Finalisten - bereits in seiner Klasse, seiner Schule und beim Zwischenentscheid des Landkreises gewonnen. Die jeweiligen Buchpreise konnten durch die finanzielle Unterstützung der örtlichen Raiffeisenbanken verteilt werden. Das Finale fand in der Grundschule Pöttmes statt. Clemens darf sich nun über eine Lesung der Jugendbuchautorin Heidemarie Brosche für seine ganze Klasse freuen.
                    Martina Ritzel

 

Martina Ritzel übernimmt Vorsitz im Lehrerverband
 
 
Aichach - Die neue Vorsitzende im Kreisverband Aichach-Friedberg des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) und Nachfolgerin von Birgit Schubert ist Martina Ritzel.
Vor den Neuwahlen im Verlauf der Generalversammlung stellte die Vorstandschaft in den Rechenschaftsberichten die Aktivitäten der letzten drei Jahre dar. Zahlreiche Veranstaltungen wie Fortbildungen, Ausflüge mit Führungen, kleinere Reisen und politische Gespräche wurden für die Mitglieder des Lehrerverbands organisiert.
Eine engagierte Vertretung der Lehrerschaft muss aber heute auch auf Missstände im Bildungsbereich hinweisen. Der BLLV kämpft seit über 150 Jahren für eine bessere, schülergerechte Schule und Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen. So unterstützt auch der Kreisverband das Manifest "Haltung zählt", in dem der BLLV auf die zunehmende Aggressivität in der Sprache und in den Umgangsformen hinweist. Der Erfolg der BLLV-Arbeit spiegelt sich auch in der Mitgliederzahl des Kreisverbands wider. Diese stieg seit der letzten Generalversammlung 2014 stetig und liegt jetzt bei 464.
Rupert Jung, Ehrenvorsitzender im Kreisverband, leitete die anschließenden Neuwahlen. Mit Birgit Schubert, die als Vorsitzende nicht mehr zur Verfügung stand, gab es im Bereich der engeren Vorstandschaft einige Veränderungen: Martina Ritzel folgt ihr als Vorsitzende nach, Eric Altmannshofer und Patrick Glaser unterstützen sie als Zweiter und Dritter Vorsitzender. Kassier und EDV-Beauftragter bleibt Rudi Neuberger, als Beisitzer kandidierten erfolgreich Sabine Kapfhamer und Ingrid Predasch. Das Amt des Geschäftsführers übernimmt weiterhin Eric Altmannshofer.
Auch in der erweiterten Vorstandschaft gab es Veränderungen, es standen genügend aktive Mitglieder zur Wahl zur Verfügung.
Abschließend würdigte die Bezirksvorsitzende Gertrud Nigg-Klee die herausragenden Verdienste und das enorme Engagement von Birgit Schubert, die den Verband im Landkreis seit 2003 leitete. Die anwesenden Mitglieder und der neue Vorstand des Kreisverbands Aichach-Friedberg wählten Schubert einstimmig und unter großem Applaus zur Ehrenvorsitzenden.
 
 
Weihnachtsfeier 2016
 
 
Vorne: H. Eickenbusch, H. Winkler
Hinten: B. Schubert, M. Ritzel,  I. Dietrich, Ch. Jakob, M. Sailer, H. Konrad, B. Schuhmann, S. Mößner, R. Jentsch, V. Weidekamm-Stork
 
 
Mit Ehrennadeln, Urkunden und Gedenktellern durften die beiden Vorsitzenden Birgit Schubert (1. Vors. BLLV-KV Aichach –Friedberg) und Martina Ritzel (2. Vors) zahlreiche treue Mitglieder des BLLV - Lehrerverbandes ehren.
Der BLLV - Kreisverband Aichach-Friedberg traf sich zu einer vorweihnacht-lichen Feier im Gasthaus Wagner in Untergriesbach.
Die musikalische und künstlerische Umrahmung bei den Ehrungen übernahmen der A-Capella-Chor unter der Leitung von Alfred Schwertfelner und die Aichacher Künstlerin Maria Breuer, die mit ihren Bildern und dazu passenden, besinnlichen Texten die begeisterten Zuschauer-und hörer in ihren Bann zogen.
Gerne spendeten dann die Gäste für das Kinderhaus und Berufsbildungszentrum in Peru, das der BLLV seit 18 Jahren unterstützt.
Mit Urkunden, Ehrennadeln und einem Präsent wurden geehrt:
Für 60-jährige Mitgliedschaft: Hermann Winkler 
Für 50-jährige Mitgliedschaft: Hannelore Eickenbusch
Für 40-jährige Mitgliedschaft: Adelheid Büschl, Christa Jakob, Rita Jentsch, Adelheid Konrad, Monika Sailer, Birgit Schubert
Für 25-jährige Mitgliedschaft: Isolde Dietrich, Sabine Mößner, Birgitta  Schuhmann, Viola Weidekamm-Stork
Nicht auf dem Bild: Dorothea Renz, 25 Jahre, Heinz Amesreiter, 40 Jahre, Dr. Josef Maier 40 Jahre, Adelheid Büschl, 40 Jahre und Martin Reitmeier, 60 Jahre.
 
 

Fachgruppentreffen Verwaltungsangestellte
 
Am 16. November 2016 trafen sich die Verwaltungsangestellten der Bezirksfachgruppe Schwaben unter der Leitung von Petra Müller in der Grundschule und Mittelschule Kühbach.
 
Frau Müller berichtete über Neuigkeiten aus dem Bezirkspersonalrat und der Landesfachgruppe. Anschließend diskutierte man über die Arbeit der Bezirksfachgruppe. Verschiedene Projekte wurden geplant und Termine festgelegt, wie z.B. der Tag der Verwaltungsangestellten im BLLV Schwaben 2017, Treffen der Arbeitnehmervertreter in den Personalrat-Gremien und natürlich auch die anstehenden Tarifverhandlungen zum neuen TV-L. Wie immer war auch Raum für Fragen und Anliegen der Verwaltungsangestellten aus den Kreisverbänden.
Nach einer konstruktiven Sitzung waren sich die Teilnehmerinnen einig, dass man viel Neues erfahren hat und sich darauf freut, weiterhin gemeinsam für die Belange der Verwaltungsangestellten einzutreten. 
 
 
 
 
BLLV Kreisverband Aichach-Friedberg im Gespräch mit MdL Dr. Simone Strohmayr
 
Auch im Schuljahr 2015/16 gibt es wieder genügend Gesprächsstoff zwischen BLLV und Frau Dr. Simone Strohmayr. (SPD) Sie ist Mitglied im Bildungsausschuss und deshalb sehr interessiert an allem, was den Lehrern auf den Nägeln brennt. Da sie sich auch oft ein eigenes Bild beim Besuch von Schulen macht, ist sie wirklich über die Probleme vor Ort informiert, die ihr aber die BLLV-Mandatsträger noch deutlicher machen wollen, damit sie bei den verantwortlichen Politikern auch direkt ankommen.
 
 
Schubert: Für die gestiegenen Anforderungen an den Schulen brauchen wir vor allem noch mehr qualifizierte Lehrer und pädagogisches Personal zur Unterstützung. Es reicht hinten und vorne nicht. Auch die in letzter Zeit zahlreichen zusätzlichen Einstellungen sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Inklusion, Integration, zunehmende Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen sowie mehr gebundene oder nicht gebundene Ganztagsschulen erfordern unbedingt auch mehr persönliche Ressourcen.
 
Ritzel: Viele Kinder würden gerne weiterhin eine Förderschule besuchen, doch die sind restlos überfüllt und dürfen nicht mehr Klassen bilden. Deshalb landen auch solche Kinder an den Grund-und Mittelschulen, wo man sie nicht so gut fördern kann wie an den an Räumen und Personal besser ausgestatteten Förderschulen. Nur kleinere Klassen und im Bedarfsfall eine zweite pädagogische Kraft im Klassenzimmer wäre hilfreich, um Kinder bestmöglich fördern zu können, so Ritzel.
 
Frau Strohmayr stellt sich auch die Frage: Warum findet die Integration von Flüchtlingskindern größtenteils an Grund-und Mittelschulen statt, obwohl Kinder auch an Gymnasien und Realschulen sicher gut Deutsch lernen könnten, um danach bei entsprechender Eignung weiterhin an diesen Schularten zu verbleiben?
Rosi Kuttner, Förderlehrerin, träumt davon, dass pro 100 Schüler ein Förderlehrer zur Verfügung stehen müsste. Dann könnte man sich wirklich kontinuierlich mit dem einzelnen Schüler beschäftigen und eine echte Förderung gewährleisten. Was jetzt an den Schulen stattfindet, ist Flickwerk, das große Löcher bekommt durch kurzfristige Vertretungseinsätze oder ausschließlichen Unterricht für nicht deutsch sprechende Kinder, wenn dieser gerade benötigt wird.
 
Die Politikerin war überrascht, zu erfahren, dass inzwischen zahlreiche Lehrer als mobile Reserven unterrichten, die gerade einmal das 1. Staatsexamen absolviert haben, wenn überhaupt. Sie sind wichtig, damit nicht noch mehr Unterricht ausfallen muss. Auf lange Sicht jedoch ist das keine Lösung. Es sind zahlreiche ausgebildete Lehrer auf dem Markt, vor allem mit gymnasialer Ausbildung, die jedoch nur eingeschränkt an Grund-und Mittelschulen verwendet werden können. Auch sind befristete Einstellungen für die Betroffenen höchst unbefriedigend. Werden sie nicht ausreichend unterstützt bei ihren Aufgaben, sind sie schnell ausgebrannt und nicht mehr uneingeschränkt einsetzbar. Doch wer soll ihnen helfen? Für ausgebildete Lehrer gibt es keine zusätzlichen Stunden, um Betreuungsaufgaben zu übernehmen.
Der Lehrermangel ist auch darauf zurückzuführen, dass viele Lehrerinnen nur noch in Teilzeit arbeiten können oder wollen, weil der Beruf inzwischen psychisch sehr anstrengend und belastend sein kann. Davon zeugen vermehrte Langzeiterkrankungen von Lehrkräften, auch von jüngeren.
 
Die Ausbildung von Stufenlehrern, die in jeder Schulart einsetzbar wären, erscheint Frau Dr. Strohmayr hier als mögliche Lösung. Aber der Verband der Philologen ist hiervon nicht recht begeistert, möchte er doch auch seine Vormachtstellung bezüglich Bezahlung und Stundenmaß nicht gefährden. Modellversuche, um Lehrer für andere Schularten zu qualifizieren, laufen. Doch das dauert und bietet momentan keine große Entlastung für Schulen, die händeringend nach Personal suchen. .
Claudia Faßnacht, die Rektorin einer großen Mittelschule, bemängelt auch, dass durch aufwändigen Bürokratismus und immer mehr Aufgaben, die an den Schulleitern hängen bleiben, diese an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit kämen.
 
Ritzel: Auch die neuen Grundschulzeugnisse erfordern viel zu viel Arbeitszeit, die die Lehrer im tagelangen Verfassen von Fließtexten leisten müssen und die ihnen die Kraft für wichtigere Aufgaben raubt. Diese Zeit wäre auch besser genutzt für die Zusammenarbeit von Lehrkräften, wofür es auch überhaupt keine zusätzlichen Stunden gibt. Immer mehr macht die Lehrer krank, vor allem, wenn der Nutzen der Arbeit für das Kind nicht ersichtlich wird.
 
Eine Frage stellten sich zuletzt alle: Warum ist der Beruf des Lehrers, vor allem an Grund-und Mittelschulen, für Männer inzwischen so uninteressant? Genießt der Beruf so wenig Ansehen in der Öffentlichkeit oder ist die Bezahlung an Grund –und Mittelschulen in Kombination mit einer wesentlich höheren Unterrichtsverpflichtung im Vergleich zu Gymnasium und Realschule einfach nicht mehr zeitgemäß?

Viele Fragen, kaum Antworten oder mögliche Lösungen. Nur wenn die Vertreter der Politik immer wieder mit den Anliegen der Lehrerinnen und Lehrer konfrontiert sind, werden sie die Probleme für wichtig erachten und nach Lösungen suchen müssen. 

 

BLLV Kreisverband Aichach-Friedberg im Gespräch mit MdL Peter Tomaschko

Der Lehrermarkt ist leergefegt – Geldmittel sind vorhanden, aber die Lehrer fehlen. Regierung und Schulämter suchen dringend Personal, damit in erster Linie der Regelunterricht vollständig stattfinden kann und außerdem die Integration von nicht-deutschen Schülern gelingen kann
 
Es ist inzwischen schon Tradition, dass sich Vertreter/innen des BLLV-Kreisverbandes Aichach-Friedberg einmal jährlich mit Herrn Tomaschko treffen, um mit ihm aktuelle Themen und Anliegen der Bildungspolitik zu diskutieren, in der Hoffnung, dass dieser Erfahrungsaustausch, verbunden mit Anregungen und Kritik an höherer Stelle Gehör findet.
Wie auch Herrn Tomaschko nicht ganz unbekannt ist, unterrichten momentan an Grund-und Mittelschulen zahlreiche Lehrer, die mit ihrer Ausbildung noch nicht ganz fertig sind. Das wurde dadurch ermöglicht, dass es im Februar noch einmal Mittel gab, um diese als Mobile Reserve einzustellen. Ebenso füllen viele, die ihre Ausbildung für Gymnasium und Realschulen abgeschlossen haben, aber an ihren Schularten aus verschiedenen Gründen nicht eingestellt wurden, die Lücken in Grund-und Mittelschulen. Sie leisten hier wertvolle Arbeit und die Schulleiter sind hochzufrieden mit ihrer Leistung. Leider werden sie aber aufgrund rechtlicher Hürden nur mit kurzfristigen Anstellungsverträgen, die ihnen für ihre Zukunft keine Planungssicherheit bieten, eingestellt. Gerne würde sich ein Teil von ihnen für das Lehramt an Grund-und Mittelschulen nachqualifizieren, was aber sehr lange dauert und fast mit einem neuen Referendariat verglichen werden kann, das sie aber ja schon einmal für ihre Schulart absolviert haben. Außerdem gibt es die Möglichkeit nur für zirka 100 Lehrkräfte in ganz Bayern. Claudia Faßnacht, die Rektorin der MS Friedberg, kann nicht nachvollziehen, warum eine gute Lehrkraft, die die Schule dringend benötigt, nach diesem Schuljahr nicht bleiben kann.
Auch pensionierte Lehrkräfte werden als Fachpersonal zum Vermitteln der deutschen Sprache für Flüchtlingskinder angeworben. Außerdem dürfen sie auf Antrag ein ganzes Schuljahr über die Pensionsgrenze hinaus im Dienst bleiben.
Rosi Kuttner gibt zu bedenken, dass ein einzelner Lehrer/in in Übergangsklassen nicht ausreichen würde, es bräuchte dringend noch mehr zusätzliches Personal wie Sozialpädagogen, Förderlehrer usw. Doch auch hier ist der Stellenmarkt leergefegt.
Patrick Glaser sieht es als problematisch, dass inzwischen jeder Lehrer, der sich fortbilden will oder muss, wieder ein Loch in die Unterrichtsversorgung reißt.
Martina Ritzel prangert an, dass auch an kleinen Schulen viel mehr Stunden für jegliche Fördermaßnahmen nötig seien. Flüchtlingskinder sitzen nicht nur in Ü-Klassen.
Wie sollen so die hohen Qualitätsstandards an bayerischen Schulen gehalten werden?
Die in den Augen vieler Schulleiter überflüssige und aufwändige Evaluation könnte ausgesetzt werden. Sie kostet Geld, Lehrerstunden und über die Effektivität lässt sich streiten. „Wir haben kompetente Schulräte/innen, die bei Problemen an Schulen jederzeit beraten können, dazu braucht es keine externe Evaluation“, darüber sind sich alle Gesprächsteil-nehmer einig.
Tomaschko informierte, dass gerade in Bayern 40% der Flüchtlinge in einem beschulungspflichtigen Alter seien, mehr als in anderen Bundesländern und zeigte großes Verständnis für die bestehenden Probleme an den Schulen.
Die Forderung der BLLV-Fachleute an die Regierung lautet hier eindeutig, so Schubert, „Wir brauchen jetzt die „kreativen, passgenauen und unbürokratischen Lösungen“, die Herr Ministerpräsident Seehofer den Schulen versprach.
Wir wünschen uns:
- mehr Vertrauen in die Eigenverantwortung der Schulleitungen, die durch enorme Leistungsbereitschaft alle Beeinträchtigungen auszugleichen versuchen, denn sie wissen am besten, was an ihren Schulen notwendig ist. (Neuberger, Faßnacht, Ritzel)
- eine einfachere Handhabung bei Einstellungsverträgen und grundsätzlich weniger Formalitäten, die kostbare Zeit rauben,
- mehr ausgebildete DAZ (Deutsch als Zweitsprache)-Lehrer und zusätzliches Personal in Ü-Klassen (Kuttner,  Almannstöter)
- mehr Übergangsklassen an Gymnasien und Realschulen, auch hier könnten die begabteren Flüchtlingskinder Deutsch lernen
- mehr qualifiziertes Personal wie Sozialpädagogen, Psychologen etc. ,damit in Bayern wirklich kein Kind verloren geht.
 
 

Faszination tropischer Schmetterlinge im botanischen Garten Augsburg

     
In kleiner Runde erhielten wir eine höchst interessante Führung vom Leiter des botanischen Gartens Augsburg durch die dortige Schmetterlingsausstellung.

Asylbewerberkinder besser verstehen und Orientierungshilfen für den Alltag geben

 
 
Bindung und Sicherheit als Voraussetzung für das Erlernen der deutschen Sprache

Zu diesem Thema durfte Kreisvorsitzende Birgit Schubert die Referentin, Beratungsrektorin und Schulpsychologin Ruth Spannagl-Schulan begrüßen. Sie verstand es, mit Erlebnissen aus ihrem Beratungsalltag die psychologisch und fachlich sehr anspruchsvolle Veranstaltung aufzulockern.

„Ich bring dir die Knochen, du machst das Fleisch“, mit diesen Worten erklärte der Vater eines Asylbewerberkindes sehr deutlich, was er von einem deutschen Lehrer erwartet.

Nach der Ankunft in Deutschland unterliegen die Kinder den Stadien eines Migrationsprozesses, der von erhöhter Anpassung bis Ernüchterung geht, was zirka nach drei Monaten der Fall ist, wenn die Asylsuchenden den Boden der Realität erreicht haben. Nun sei es Aufgabe der Schulen, sie zu integrieren. Die vorrangige Aufgabe der Lehrer ist es dabei, den Kindern die deutsche Sprache zu vermitteln und gleichzeitig für rasche Integration zu sorgen.

Laut Spannagl-Schulan müsste unbedingt zuerst gewährleistet sein, dass sich das Kind in der neuen Umgebung sicher und angenommen fühlt, erst dann könnte es entspannt lernen.

Neurobiologische Kenntnisse zeigen nämlich, dass fehlende Zugehörigkeit als ähnlich alarmierende Bedrohung aufgenommen wird wie körperliche Schmerzen.

Auch das „Trauma“, was ja Verletzung bedeutet, muss in jeder Situation, der das Kind ausgesetzt ist, berücksichtigt werden, denn nicht das Ereignis selbst ist das Trauma, sondern die Folgen. Bevor diese Kinder lernen können, brauchen sie positive Unterstützung und Erfolgserlebnisse, auch wenn diese klein sind. Nur zwei Minuten persönlicher Zuwendung des Lehrers zu einem Kind wird im Gehirn als positive Emotion gespeichert, und das ist genau das, was durch das Trauma verloren gegangen ist.

Auch muss berücksichtigt werden, dass die Kinder in ihren Herkunftsländern fast nur auswendig lernen müssen und die Benotung eines Faches auch das Verhalten beinhaltet.

Regelmäßige Rituale geben Sicherheit und sollten deshalb immer in den Unterricht eingebaut werden.

Als Fazit der BLLV-Veranstaltung, die den Teilnehmern viel an neuem Wissen vermittelte, konnten die Lehrerinnen und Lehrer überzeugt werden, dass an erster Stelle die Bindung und das Vertrauen stehen müssen, bevor das Erlernen einer Sprache und die Integration erfolgreich gelingen können. 

 

Weihnachtsfeier 2015 des Kreisverbands Aichach-Friedberg mit Ehrungen

Sie gehören als Teil des Kreisverbandes Aichach-Friedberg zu einem aktiven und einflussreichen Lehrerverband, der inzwischen über 60 000 Mitglieder in ganz Bayern zählt!

 

 

1. Reihe: Susanne Spindler, Anni Neukäufer, Adalbert Hirner, Otti Jocham, Birgit Schubert 2. Reihe: Martina Ritzel, Adolf Leiter, Josef Gschwandner, Patrick Glaser 3. Reihe: Hermann Wackerl, Georg Schmid, Helmut Lenz

 

Nicht auf dem Bild:
25 Jahre: Gudrun Daniel,  Herta Hafner, Thomas Hell, Annette Langner, Marianne Leithner, Sabine Schildbach Sabine Trinkl, 40 Jahre:  Martha Deuringer, Albert Eder, Christian Hauke, Christine Helfer

Mit Ehrennadeln, Urkunden Gedenktellern, Büchern und Präsentkörben durften die beiden Vorsitzenden Birgit Schubert, 1. Vors. BLLV-KV Aichach –Friedberg und Martina Ritzel, 2. Vors., zahlreiche treue Mitglieder des BLLV - Lehrerverbandes ehren.

Die musikalische Umrahmung bei den Ehrungen übernahm der ehemalige Lehrer, Mundartautor und Musiker Gerold Sedlatschek mit seiner Tochter und Enkelin.

 

Es wurden geehrt:

 

Für 60-jährige Mitgliedschaft: Adalbert Hirner

Für 55-jährige Mitgliedschaft: Otti Jocham, Adolf Leiter, Hermann Wackerl

Für 50-jährige Mitgliedschaft: Georg Schmid

Für 40-jährige Mitgliedschaft: Josef Gschwandner, Anni Neukäufer, Helmut Lenz

Für 25-jährige Mitgliedschaft: Susanne Spindler

 Die Ehrenjubilare gestalteten die Feier selbst aktiv mit, indem sie Anekdoten und wahre Geschichten aus der „guten, alten Zeit“ erzählten. Es stellte sich dabei heraus, dass es vieles, was heute im Schulalltag zu finden ist, schon lange Zeit davor gab.

Die Lehrer hielten ihren Unterricht ganz selbstverständlich in „Kombiklassen“, die damals anders hießen. Heute werden sie als Neuheit angepriesen. Sie unterrichteten oft 4 Jahrgangsstufen gemeinsam in einem Klassenzimmer, z. B. die Jahrgangsstufen 1 bis 4 oder 3 bis 5, mehr als 50 Schüler saßen oft darin. Der Übertritt ins Gymnasium war kaum ein Thema, weil es keine geeigneten Fahrverbindungen auf dem Land gab. Es wurde Schichtunterricht erteilt. Der Unterricht wurde auf vormittags und nachmittags verteilt, heute nennt man das Ganztagsschule. Die Lehrer unterrichten als Aushilfs-„ap“-Lehrer, wenn sie noch nicht verbeamtet waren. Auch die „Hilfsschulen“, heute heißen sie Förderschulen oder sonderpädagogisches Förderzentrum, gab es schon. Mit Schmunzeln erzählte ein Kollege, dass auch schon mal die „Frau Löhrerin“ den Unterricht vertrat, wenn ihr Mann es aus bestimmten Gründen nicht rechtzeitig in den Unterricht schaffte. Das war ja kein Problem, weil der Dorflehrer direkt im Schulhaus oder im angrenzenden Gebäude wohnte. Bei Platzmangel musste gelegentlich auch das Lehrmittelzimmer kurzfristig als Wohnung zweckentfremdet werden. Auch um das leibliche Wohl ihres Lehrers kümmerten sich die Schüler, es gab wunderbare Geschenke, z. B. 100 Eier auf einmal an Ostern, die dann mühsam mit dem Fahrrad nach Hause transportiert werden mussten. Heute dürfte ein Lehrer so ein großes Geschenk nicht mehr annehmen, es könnte ihm als „Vorteilsnahme“ im Dienst ausgelegt werden.

Nach ein paar besinnlichen, informativen Stunden, die vor allem von echtem gesellschaftlichem Miteinander geprägt waren, verabschiedeten sich die Mitglieder mit den Worten, dass man dem BLLV auch in Zukunft die Treue halten werde.

 

 

Dienstanfang  - gemeinsam sind wir stark

 Wie immer, eine Woche vor Schulanfang, konnte BLLV Kreisvorsitzende Birgit Schubert zahlreichen Dienstanfängern mit Tipps rund um den Schulalltag und Einblicken in das Beamtenrecht den Einstieg in den Vorbereitungsdienst mit Kaffee und Kuchen versüßen. Die Vorstandsmitglieder: 2. Vors. Martina Ritzel, 3. Vors. Patrick Glaser und Florian Klebrig, ABJ-Vertreter im Landkreis, die diese überaus anstrengende Zeit im Leben einer Lehrkraft aus eigener Erfahrung noch gut in Erinnerung haben, konnten besonders gut auf Fragen und Anliegen der jungen Kolleginnen und Kollegen eingehen. Auch auf die Vorteile, die eine Mitgliedschaft im BLLV mit sich bringt, besonders auf die Leistungen des Wirtschaftsdienstes: die kostenfreie Diensthaft-pflicht- und Schulhausschlüsselversicherung, sowie den Rechtsschutz wies Schubert ausdrücklich hin.

 

Lehrer genießen Wein und Kultur im Odenwald

 Die diesjährige Wein-und Kulturreise führte die Mitglieder unseres Kreisverbandes Aichach-Friedberg nach Heidelberg und ins Neckartal. Die erste Station der Reise bot mit der Erlebniswelt in der Charlottenhöhle in Giengen an der Brenz ein angenehmes, kühles Abtauchen in die mit 587 Metern längste Schauhöhle Süddeutschlands. Weiter ging es dann nach Weinheim bei Heidelberg.

Eine 6-stündige Odenwaldrundfahrt über die Städtchen Erbach, Michelstadt, Amorbach und Miltenberg bot am 2. Tag sowohl kulturelle als auch geografische Kurzweil . Wie immer in der 10-jährigen Geschichte der Wein-und Kulturfahrten durfte die obligatorische Weinprobe als krönender Abschluss des Tages nicht fehlen.

Der Höhepunkt der Reise war am nächsten Tag die Besichtigung des Heidelberger Schlosses, wo sich die Aichacher Lehrer unter ein bunt gemischtes, riesiges Touristenpublikum aus aller Herren Länder mischten. Am Nachmittag bot eine erholsame Schifffahrt durch das romantische Neckartal Erholung und Muße.

Nach drei mit Kultur und gesellschaftlichem Leben ausgefüllten Tagen ging es dann wieder zurück in den Alltag nach Aichach.

 

 

Mehr als 1000 Grundschüler beim Vorlesewettbewerb des BLLV im Wittelsbacher Land

 Alle 4. Klassen des Landkreises Aichach-Friedberg beteiligten sich am Vorlesewettbewerb des BLLV, der bereits zum 26. Mal stattfand. Ins Leben gerufen von Rupert Jung, führt nun die 2. Vorsitzende des KV Aichach-Friedberg, Martina Ritzel, diese Tradition weiter. Als Schirmherrn konnte man Herrn Landrat Dr. Klaus Metzger gewinnen, der selbst auch Mitglied im BLLV ist.

Nach den Zwischenentscheiden im südlichen und nördlichen Landkreis traten die 6 Sieger im Endfinale in Aichach gegeneinanderan und lieferten sich ein heißes Leserennen beim Vorlesen eines geübten und eines unbekannten Textes. Mit: „Der kleine Drache Kokosnuss reist um die Welt“ von Ingo Siegner, überzeugte der neunjährige Marcel die Jury und durfte den vom BLLV gestifteten Pokal mit nach Hause nehmen. Die anderen Teilnehmer, die ja bereits alle einmal gesiegt hatten, bekamen als kleinen Trost und als Geschenke Bücher, die sie sich selbst aussuchen durften. Die zahlreichen Fans und Gäste konnten mit den richtigen Losnummern Bücher gewinnen. Ein Highlight für die Klasse des Siegers dürfte die Autorenlesung mit Jugendbuchautorin Heidemarie Brosche werden.

 
Bild: Martina Ritzel, der letztjährige und diesjährige Sieger, Schulrätin Carola Zankl, Birgit Schubert, Dr. Klaus Metzger, Peter Burnhauser  (Vorstandsvors. der Raiffeisenbank) 

 

Fachlehrer informieren sich über rechtliche Grundlagen
Bericht, Bilder un Organisation: Marion Schaller

An der Mittelschule Kissing fanden sich Fachlehrer E/G sowie Fachlehrer m/t ein. Der Leiter der Rechtsabteilung des BLLV, Hans-Peter Etter, referierte kurzweilig über die Rechte- und Pflichten dieser Berufsgruppe.

 

 

Nach der Begrüßung durch Schulamtsdirektorin Ingrid Hillenbrand berichtete Herr Etter, anhand zahlreicher Beispiele aus seiner Praxis, in welcher Weise Aufsichtspflicht im Fachlehreralltag problematisch werden kann. Beruhigen konnte er die Teilnehmer dahin gehend, dass im Projektunterricht Schüler „sich beaufsichtigt fühlen“ müssen, jedoch nicht in jedem Raum eine ständige Aufsicht anwesend sein muss. Mit selbständigen Einkäufen und Recherchen außerhalb des Schulgeländes, im Rahmen einer Unterrichtsstunde, begeben sich Lehrer jedoch auf Glatteis. Oftmals befinden sich Fachlehrer in den Nachmittagsstunden alleine im Schulhaus und sind in Notfällen mit der Aufsicht der Schüler und des zu betreuenden Personenkreises überfordert. Hier zeigt sich schnell, dass es keine allgemeingültige Lösung gibt, aber formale Vorgaben, an die die Lehrer gebunden sind.

Berichte von Fachlehrern, die fachfremd Unterricht erteilen, häufen sich, stellen diese vor große Herausforderungen und werfen nicht nur rechtliche Fragen auf.

Verabreichung von Medikamenten, eine große Anzahl von Schülern in kleinen Werkräumen, aber auch Notengebung bzw. Bewertungen im Fachunterricht sind weitere Themen, welche die Fachlehrer gerne noch  ausführlicher diskutiert hätten.

Leider war der Nachmittag sehr schnell vorbei und viele Fragen konnten nicht mehr gestellt werden. Vielleicht kann der Kreisverband Aichach-Friedberg Herrn Etter ein weiteres Mal gewinnen, damit er sich unseren unzähligen Anliegen so kompetent und anschaulich annimmt wie an diesem Tag.

 

Politikergespräch 2015 mit MdL Peter Tomaschko

 

Beim letzten Treffen mit den BLLV-Vertretern hatte Peter Tomaschko angeregt, regelmäßig im Gespräch mit den Lehrern zu bleiben, um die Probleme vor Ort aus erster Hand zu erfahren. Deshalb war es Birgit Schubert, der KV-Vorsitzenden, ein Anliegen, auf die momentanen Rahmenbedingungen in Schulen einzugehen. Es nütze niemandem, die Mittelschule in der Öffentlichkeit mit negativen Schlagwörtern schlecht zu reden, ohne immer wieder auf ihre Vorzüge hinzuweisen. Besonders hinsichtlich der Praxisorientierung sei in den letzten Jahren in dieser Schulart sehr viel geleistet worden. Im Bildungsausschuss müssten die Probleme vor Ort den Politikern vor Augen geführt werden. In der Diskussionsrunde waren sowohl Schulleiter, Grundschullehrer, Mittelschullehrer, Förderlehrer als auch eine Verwaltungsangestellte vertreten.
Zunächst sprach Peter Tomaschko den Mittelschulen und ihren Lehrkräften ein großes Lob für ihre praxisorientierte, hervorragende Arbeit aus. Industrie und Handwerk bräuchten diese Abolventen dringend, um dem Fachkräftemangel in den nächsten Jahren zu begegnen.
 
Martina Ritzel entgegnete, dass die Eltern nach wie vor in der 4. Klasse nicht die Mittelschule, sondern Gymnasium oder Realschule bevorzugt wählen würden. Ein zu früher Übertritt sei nicht immer das Beste für das Kind. Es sei viel zu wenig bekannt, dass die Chancen, sich im Handwerk jederzeit weiterzubilden und beruflich aufzusteigen, enorm seien. Tomaschko warf ein, dass die Gehälter in Industrie und Handwerk die von Akademikern durchaus übersteigen können,. Deshalb müssten Imagekampagnen von Industrie und Handwerk bereits die Grundschuleltern erreichen. Nach der 4. Jahrgangsstufe würden die Weichen gestellt.
Tomaschko hielt trotzdem nichts von einer längeren gemeinsamen Schulzeit. In unserem gegliederten Schulsystem hätte jeder die Möglichkeit, seinen individuellen Weg zu wählen. In diesem Zusammenhang  sprach er sich auch für eine Beibehaltung der Förderschulen wie bisher aus.
 
Claudia Faßnacht betonte ausdrücklich, dass die Mittelschule in der Region einen sehr guten Ruf genieße, was aber nicht darüber hinwegtäuschen dürfe, unter welchen Rahmenbedingungen die Lehrkräfte arbeiten müssten, um die Schüler so gut als möglich auf ihren zukünftigen Abschluss vorzubereiten. Asylantenkinder, zum Teil sogar Analphabeten, müssten gemeinsam mit allen anderen Schülern dieser Schulart eine gerechte Chance auf Bildung erhalten. Auch Übergangsklassen bräuchten viel mehr Stunden.
 
Tomaschko wies darauf hin, dass dafür im Nachtragshaushalt Stunden eingeplant wären
Förderlehrerin Rosi Kuttner bemängelte, dass aufgrund zahlreicher anderer Aufgaben wie Vertretungen, Deutschlerngruppen etc. eine kontinuierliche Förderung aller Schüler, die dies benötigen würden, nicht gewährleistet sei. Auch Tina Almannstötter schlug in di gleiche Kerbe. Die Verteilung der Förderlehrer nach dem Gießkannenprinzip sei nicht zielführend. Schubert meinte, es sei inzwischen auch der Regierung hinreichend bekannt, dass qualifiziertes Personal an allen Ecken und Enden fehlen würde. Besonders die Fachkräfte mit DAZ seien noch sehr rar. Tomaschko entgegnete, 18 Milliarden Euro seien bereits in die Bildung gesteckt worden, der Doppelhaushalt sähe das Doppelte vor. Auch würde die demografische Rendite ganz bei den Schulen bleiben, das heißt, 3500 Lehrerstellen blieben erhalten.
 
Auch Rudolf Neuberger forderte eine bessere Personalausstattung sowie mehr Leitungszeit für Schulleiter. Dies wäre dringend nötig, um den heutigen Anforderungen an Schulen gerecht zu werden.
Verwaltungsangestellte Wernetshammer wies zuletzt noch auf die heute nicht mehr passende Einstufung von Verwaltungsangestellten hin. Hier müsse der aktuelle Tätigkeitskatalog, der der Regierung schon lange vorliegt, endlich festgelegt werden und auch Beachtung finden.
 
Alles in allem war man sich einig, dass die Mittelschule sich auf einem guten Weg befindet, der jedoch durch Zuweisung von mehr Stunden und viel mehr Fachpersonal für die individuelle Förderung von Schülern noch besser ausgestattet werden muss.  
 

 

Politikergespräch 2015 mit MdL Dr. Simone Strohmayr

Die Mittel-und Grundschulen brauchen mehr Lehrer-und sonstiges Fachpersonal, wenn sie ihren anspruchsvollen Bildungsauftrag bestmöglich erfüllen sollen. Dies wollten einige Vorstandsmitglieder des BLLV-KV Aichach-Friedberg mit der Landtagsabgeordneten Dr. Simone Strohmayr thematisieren.

 

Individuelle Förderung und eine praxisorientierte Ausbildung bis zum anerkannten mittleren Bildungsabschluss sind die Hauptanliegen und auch die charakteristischen Merkmale der Mittelschulen. Kinder von Asylanten und nicht deutsch sprechenden EU-Bürgern, Inklusion, Ganztagsschulen , Praxisklassen, 9+2-Klassen, Hort, gebundene und offene Ganztags-schulen, Mittagsbetreuung usw. stellen die Mittel-und Grundschulen heute vor enorme Anforderungen, die nur mit gesteigerten personellen Zuweisungen erfüllt werden können.

Zu Beginn nahm Birgit Schubert, BLLV-KV-Vorsitzende, die in der Presse veröffentlichte BLLV-Studie zum Anlass, auf die oft nicht mehr zumutbaren Bedingungen in den Schulen hinzuweisen. Tina Almannstötter:“Es gibt viel zu wenig Förderlehrer für die vom Kultusminister gern zitierte individuelle Förderung. Oft müssten Stunden vertreten werden, da es nicht genügend mobile Reserven gäbe, was an anderer Stelle wieder fehle.“ Marion Schaller, Fachlehrerin: „Die Gruppen sind oft viel zu groß, um individuell auf die Schüler eingehen zu können. Selektion anstelle von Förderung sei keine Lösung.“ Frau Dr. Strohmayer setzt sich im Bildungsausschuss seit langer Zeit für mehr Qualität in der Schule ein und hat deshalb ein sehr offenes Ohr für die Anliegen der Lehrer. Auch ihr ist es ein großes Anliegen, das Stigma der früheren Hauptschulen endlich zu beseitigen. Trotz enormer Bemühungen der einzelnen Schulen und ihrer überlasteten Schulleiter fehlen nach wie vor Lehrer, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. 1,5 Lehrer pro Klasse wären schon ein enormer Erfolg,
meinte
Frau Strohmayer. Claudia Faßnacht, Rektorin an der MS Friedberg, will sich nicht damit abfinden, dass diese Schulart in der Öffentlichkeit immer noch nicht den guten Ruf genießt, den sie verdienen würde. „Eigentlich sind wir schon fast eine Gemeinschaftsschule. Die Heterogenität an unserer Schulart hat enorm zugenommen. Zahlreiche überforderte Gymnasiasten und Realschüler sitzen nämlich mit den Mittelschülern und auch Schülern mit besonderem Förderbedarf  gemeinsam in den Abschlussklassen der M-Klassen und der Regelklassen. Der Abschluss der Mittelschulen sei in den Betrieben, die händeringend Fachpersonal suchen, durchaus anerkannt. Manche Schüler hätten einfach zu früh aufgrund des gesellschaftlichen Drucks den falschen Bildungsweg eingeschlagen und suchten nun nach einer Möglichkeit, doch noch einen mittleren Bildungsabschluss zu erreichen“ Die Anwesenden kritisierten vor allem die unzureichenden Stundenzuteilungen für die gestiegenen Anforderungen an Lehrkräfte und vor allem auch Schulleitungen „Wie können Inklusion und  Integration gelingen, wenn dafür nicht genügend personelle Ressourcen zur Verfügung stehen?“ Franz Breitsameter, Förderschullehrer an der Elisabethschule, klagte ebenfalls über die viel zu geringe Ausstattung mit Lehrerstunden. Im jeweiligen Schulprofil müsste dringend mehr sonderpädagogische Kompetenz vorhanden sein. Wollte man allen Forderungen des Kultusministeriums gerecht werden, dann muss der Finanzminister endlich die Mittel bereitstellen, die unsere Schulen besser machen können. Mehr Fachpersonal wie Schulpsychologen, Diplompädagogen, Dolmetscher, Lehrer mit einer Ausbildung in Deutsch als Zweitsprache sind dringend erforderlich. Schubert sagte, das Schulamt bemühe sich sehr, durch Neueinstellungen von Mobilen Reserven und zahlreichen Fortbildungsangeboten die Lage zu entschärfen. Doch es fehlten für die zahlreichen befristet eingestellten Lehrer mit Realschul-oder Gymnasialstudium die Möglichkeit, sich für die Mittelschule nachqualifizieren zu können. Doch die zur Verfügung stehenden Lehrerstunden reichen einfach nicht, um genügend Sprachkurse und individuelle Förderung in ausreichendem Maße anzubieten. Strohmayer unterstrich ausdrücklich, wie bedauerlich es sei, dass der gute Ansatz an Stundenzuweisungen, mit dem in Kindergärten gearbeitet werden kann, einfach nicht für die Schulen übernommen wird. Es wird gespart an Bildung, besonders am gut ausgebildetem Personal. Frau Strohmayer betonte, dass an den Schulen trotzdem sehr gute Arbeit geleistet werde, davon macht sie sich oft selbst ein Bild bei Besuchen in Bildungseinrichtungen, obwohl die Arbeitsbedingungen oft zu wünschen übrig ließen. Es gibt heute mehr Kinder mit besonderem Förderbedarf als früher. Nicht die Kinder müssen sich auf die Schule einstellen, sondern die Schule auf die ihr anvertrauten Kinder. Frau Strohmayer wünschte sich mehr interfraktionelle, gute Zusammenarbeit im Bereich Bildung. Es müssten gemeinsame regionale Lösungsmöglichkeiten gesucht, gefunden und vor allem entsprechend unterstützt werden. Regionen müssten selbst entscheiden dürfen, mit welchen verschiedenen Schularten sie eine Kooperation eingehen wollen.

 

BLLV - DAZ – Fortbildung in der Geschwister-Scholl-MS Aichach
„Umgang mit Asylkindern im Alltagsunterricht“ 

 
Wie kann man Kindern, die kein Deutsch sprechen und eines Tages plötzlich vor der Klassenzimmertüre stehen, als Lehrkraft gerecht werden?  Was kann ein Asylkind überhaupt im Regelunterricht tun?
Die Referentin, Carolin Fürstner, ist eine in dieser  Thematik überaus engagierte und auch kompetente junge Mittelschullehrerin. Für ihre Kolleginnen und Kollegen hatte sie sehr viel Material vorbereitet. Zunächst gab sie einen Überblick über die Situation im Landkreis Aichach – Friedberg, in dem sich momentan zirka 500 Asylbewerber befinden, darunter Familien, aber auch allein reisende Minderjährige. Ihre Herkunftsländer sind hauptsächlich Afghanistan, Pakistan und Syrien. Wie sollen sich die Lehrer in den Schulen nun mit diesen Kindern verständigen und ihnen die deutsche Sprache möglichst schnell beibringen?
Gefordert waren die Lehrkräfte schon immer, aber in den letzten Jahren kamen noch die Inklusion und die Auseinandersetzung mit Kindern ohne deutsche Muttersprache dazu. Aus diesem Grund müssen sich die Lehrkräfte mehr denn je fortbilden, um den gestiegenen Anforderungen an ihre unterrichtliche und pädagogische  Tätigkeit gerecht werden zu können.
 
Da viele Kollegen kaum Erfahrungen mit DaZ haben und auch wenige Hilfen von außen bekommen, bot der BLLV- KV Aichach-Friedberg die Fortbildung „DaZ“ –Deutsch als Zweitsprache an. Die große Anzahl der Interessenten zeigte,  wie nötig es für die Lehrkräfte ist, sofort einsetzbare Hilfen für den Unterrichtsalltag mit nicht deutsch sprechenden Schülern zu bekommen. Diese stehen nämlich morgens vor der Klassenzimmertüre und die Lehrkraft ist dann gefordert, soll sie doch diese in ihre Klasse integrieren, was ohne Deutschkenntnisse kaum möglich ist.
 
Zunächst wird man sich mit Händen und Füßen verständigen, evtl. auch in der Sprache Englisch. Vielleicht ist schon ein Kind mit einer ähnlichen Sprache an der Schule, das schon ein wenig Deutsch kann. Unumgänglich ist ein passendes Wörterbuch.
 
Hat der Lehrer Glück, kann die Förderlehrkraft an der Schule, soweit vorhanden, diese Kinder ein paar Stunden übernehmen und ihnen Anfangskenntnisse in der deutschen Sprache übermitteln. Doch  in der Regel bleibt diese Aufgabe an der Lehrkraft alleine hängen. Zusätzlich zur Unterrichtung der anderen Kinder muss sie dem nicht deutsch sprechenden Kind Arbeiten geben, die es möglichst ohne Hilfen alleine bewältigen kann, was gar nicht einfach ist. Sie müsste dauernd den Unterricht unterbrechen, um sich um das Kind  zu kümmern und auch seine Lernfortschritte zu würdigen und zu kontrollieren. Glücklich der Lehrer/in die einen Computer mit Internetanschluss im Klassenzimmer hat, da es viele Möglichkeiten gibt, hier Kinder sinnvoll  zu beschäftigen.  Die Referentin nannte hier ein paar Adressen  für kostenlose Übungen im Internet, was die Teilnehmer im Computerraum der Schule gleich ausprobieren konnten. Aufgebaut nach Schwierigkeitsgrad und mit Selbstkontrolle ist das eine echte Hilfe für den Lehrer, besonders weil die Kinder auch selbstständig weiterüben können zu Hause. Doch leider ist auch dies an vielen Schulen noch keine Selbstverständlichkeit, wenigstens einen Computer im Klassenzimmer zu haben.
 
Auch Arbeiten mit einer für den Schüler erstellten Übungsmappe und einem Bildwörterbuch zeigte Frau Fürstner ihren Kolleginnen und Kollegen. Zusätzlich hatte sie im Zimmer noch viele zur Thematik passende Arbeitsbücher bereit gelegt.
 
Eine solche Fortbildung, die echte Hilfen für den Alltagsunterricht bietet,  hatten sich die Teilnehmer gewünscht. Patrick Glaser, ein Teilnehmer, meinte am Schluss: „Jetzt freue  ich mich schon fast auf mein erstes Asylkind. Ich fühle mich nämlich richtig gut darauf vorbereitet. Ein großes Lob an Frau Fürstner, die Referentin!“ 
 

Weihnachtsfeier 2014 mit Ehrungen 

Der BLLV-Kreisverband Aichach traf sich zu einer vorweihnachtlichen Feier im Seerestaurant in Friedberg.
 
 
Es wurden geehrt:
Bild von links nach rechts:
1. Reihe:
Jörg Mentzer (50J.) Erika Probst (55Jahre), Ingeborg Martin (50J.) Fanny Haber l(25J), Peter Prang (50J.) Birgit Schubert (Vors.)
2. Reihe:
Anne Mentzer (50J.), Wolfgang Freiding (40J.), Wilfried Böhm (60J.),Manfred Martin(50J.)
3. Reihe.
Lothar Klammt(40J.),Kurt Jocham (55J.),
Brigitte Lehmann-Dannhäuser (40J.) Dorothea Thoma (55J.) Walter Dufey (40J.), Luise Kreutle (55J.) Martina Ritzel (2. Vors.), Brigitte Osen-Appel (40J.)
 
Die Kreisvorsitzende Birgit Schubert und 2. Vors. Martina Ritzel überreichten im bis auf den letzten Platz besetzten Saal kleine Präsente, Ehrennadeln, und Urkunden mit dem Hinweis auf die Bedeutung der Mitgliedschaft im größten Lehrerverband Bayerns, dem BLLV, mit ca. 59 000 Mitgliedern. Besonders die Pensionisten zeigen sich mit ihrer Mitgliedschaft solidarisch mit den Anliegen des Bayrischen Lehrerinnen -und Lehrerverbands. sind sie doch schon 25 , 40, 55, 60 oder gar 65 Jahre Mitglieder im größten Lehrerverband Bayerns.

Musikalisch und literarisch wurde die Feier umrahmt von Volksmusikpfleger Siegfried Bradl und der Heimatdichterin Rosy Lutz, die mit ihren humorvollen Mundartgedichten die Zuschauer bestens unterhielt. 

 

Wein- und Kulturfahrt in die Wachau

Bereits zum 9. Mal begaben sich die wein- und kulturbegeisterten BLLV-Mitglieder des Kreisverbandes Aichach-Friedberg auf die Reise. Die erste Station und zugleich einer der Höhepunkte der Reise war ein Orgelkonzert im Dom zu Passau.Weiter ging die Fahrt über Linz nach Melk, wo eine sehr interessante Führung stattfand.Danach führte die Route über Spitz und Dürnstein nach Krems zum Hotel.

 Am 2. Tag begleitete uns den ganzen Tag eine Gästeführerin. Sie begann mit einem Rundgang durch die Altstadt von Krems. Danach durfte natürlich eine Schifffahrt auf der Donau von Krems nach Spitz nicht fehlen. Nach einer kurzen Mittagspause starteten wir zur Rundfahrt durch die Wachau. Am Nachmittag erlebten wir bei einem Winzer eine Weingartenführung mit Verkostung von 5 verschiedenen Wachauer Weinsorten. So erhielten wir einen Einblick in die Weitläufigkeit der Anbauflächen und Rebsorten.

Am 3. Tag: machten wir uns auf zum Stift Göttweig. Der Kaisertrakt und die Stiftskirche imponierten durch ihre Größe und ihren pompösen Glanz. In der Landeshauptstadt St. Pölten wurden wir danach schon zu einem 1-stündigen Stadtrundgang erwartet. Die Rückfahrt genossen wir mit einem kurzen Stopp auf dem Bogenberg mit seiner berühmten Wallfahrtskirche.

Für das nächste Jahr müssen sich wohl die beiden Reiseleiterinnen Birgit Schubert und Brigitte Heß wieder einiges einfallen lassen, um überhaupt noch eine Steigerung zu ermöglichen.

 

Politikergespräch mit Peter Tomaschko

 

Vertreter des BLLV-KV Aichach-Friedberg rtafen sich am 1.4.2014 mit dem CSU-Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko, um aktuelle Themen der Bildungspolitik aus der eigenen Erfahrungswelt an den Politiker heranzutragen. Zentrale Themen des regen und engagierten Austausches waren unter anderem die konkrete Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion und die Ausstattung der Schulen mit Lehrerstunden. Birgit Schubert, die 1. Vorsitzende des Kreisverbands, betonte, dass Inklusion nur gelingen kann, wenn die Schulen mit einem ausreichenden Maß an Lehrerstunden versorgt werden. Aufgrund der wachsenden Aufgaben und Herausforderungen des Lehrerberufs könne man den Schülern nur dann gerecht werden, wenn Lehrer genug Zeit haben, um sich den individuellen Bedürfnissen der Kinder zuzuwenden. Der CSU-Politiker, der dem Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags angehört, zeigte sich aufgeschlossen und dankbar für die Informationen aus erster Hand. Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Austausch zwischen Schule und Politik, der nun schon zum zweiten Mal stattfand, nicht einschlafen dürfe: Zukünftig sollen regelmäßige Gespräche eine Grundlage bilden für noch mehr Orientierung der Politik an schulischer Lebenswirklichkeit.
Patrick Glaser
 
Fortbildung Kunst der Moderne am 10.3.2014
 
     
 
„Die Kunst der Moderne als  Vorbild und Ideengeber der Unterrichtsgestaltung“  lautete der Titel einer Fortbildung für Fachlehrerinnen E / G im Zeichensaal der Geschwister-Scholl-Mittelschule in Aichach.
Da der fachfremde Einsatz der Kolleginnen im Kunstunterricht  immer häufiger wird, war der BLLV Kreisverband Aichach-Friedberg glücklich, mit Herrn STD a. D. Gottfried Hecht einen erfahrenen Kunstpädagogen als Referenten zu haben.
Im ersten Teil des Nachmittags bekamen die Teilnehmerinnen einen kunstgeschichtlichen Überblick von den Leitvorstellungen der Künstler vom Mittelalter über die Neuzeit  bis zur Moderne. Ein eigenes Kapitel wurde der Künstlergruppe des blauen Reiter gewidmet. Herr Hecht veranschaulichte seine kurzweiligen Ausführungen zum größten Teil mit Bildbeispielen aus den Münchner Museen und gab außerdem Literaturhinweise zur Vertiefung der Themen.
Im Anschluss daran erklärte der Referent einige Umsetzungsvariationen für den  Kunstunterricht der Mittelstufe. Eine Möglichkeit des „Kopierens“ probierten die Kolleginnen dann am Beispiel von Kandinskys „Improvisation Klamm“ auch gleich aus und stellten wieder einmal  fest, wie entspannend künstlerische Tätigkeit sein kann.
Praktische Ratschläge zur Vorbereitung und Organisation des Unterrichts sowie zur Materialbeschaffung rundeten den sehr informativen Nachmittag ab.
 
Ingrid Predasch
 
Paul Klee - Mythos Fliegen am 4. Februar 2014

Rund 50 kunstinteressierte Lehrkräfte folgten der Einladung des KV Aichach-Friedberg in den Glaspalast zur Ausstellung Paul Klee – Mythos Fliegen.
In einer kurzweiligen Führung wurden wir kunst- und zeitgeschichtlich an Klees Schaffensphase in Augsburg herangeführt. Dabei lernten wir nicht nur den Künstler, sondern auch den Poeten und Soldaten Paul Klee kennen. Die Visualisierung der verschiedenen Facetten von Klees Schaffen während des Ersten Weltkriegs machten den Besuch zu einem einzigartigen Erlebnis.
Tina Almanstötter
 

 

Silber und Gold und für langjährige Mitgliedschaften beim BLLV

Mit Ehrennadeln, Urkunden und Gedenktellern durfte n die beiden Vorsitzenden Birgit Schubert (1. Vors. BLLV-KV Aichach–Friedberg) und Martina Ritzel (2. Vors) zahlreiche treue Mitglieder des BLLV - Lehrerverbandes ehren.
Der BLLV - Kreisverband Aichach-Friedberg traf sich zu einer vorweihnacht-lichen Feier im Seerestaurant am Friedberger Baggersee, .das bis zum letzten Platz besetzt war.
Die musikalische Umrahmung bei den Ehrungen übernahm der ehemalige Rektor von Alsmoos, Hermann Wackerl, mit seiner „Quetschn“. Alle Anwesenden folgten gerne der Aufforderung, die bekannten Weihnachtslieder aktiv mitzusingen.
Mit Urkunden, Ehrennadeln und einem Präsent wurden geehrt:
Für 60-jährige Mitgliedschaft: Dr. Waldemar Nowey
Für 55-jährige Mitgliedschaft: Herbert Reichel
Für 50-jährige Mitgliedschaft: Dr. Gudrun Schmid, Walter Zinser
Für 40-jährige Mitgliedschaft: Gabriele Bauer, Karl Lassonczyk, Rudolf Neuberger
Für 25-jährige Mitgliedschaft: Claudia Riedmüller, Christa Wenning
 
Nicht auf dem Bild: Barbara Altmannshofer, 25 Jahre, Claudia Krause, 25 Jahre und Christine Schuster, 25 Jahre, Zinterer Karin, 50 Jahre, Walter Voglgsang, 55 Jahre, Ingeborg Ostermeier, 65 Jahre
 
Im zweiten Teil der Feier las Dr. Helmut Zöpfl Besinnliches und Humorvolles aus seinen zahlreichen Büchern. Viele der Gäste nutzten die Möglichkeit, Bücher mit persönlicher Widmung zu erwerben. 
 

150 Jahre BLLV Aichach-Friedberg

 Der Kreisverband Aichach-Friedberg blickt auf seine Geschichte im Wittelsbacher Land zurück. Bei einem großen Festakt wurden aber auch aktuelle Umbrüche im Schulsystem angesprochen.
 
Eine „bessere Schule“, also bessere Bildungsbedingungen für Schüler, aber auch für die Lehrer war immer das oberste Ziel des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands. Vor 150 Jahren, so Vorsitzende Birgit Schubert, waren es engagierte Lehrer, die sich zusammenschlossen und die Bezirksvereine Aichach und Friedberg gründeten. 1867 betrug der Mitgliedsbeitrag zwei Mark und von
49 Lehrern im Bezirk Aichach I und II waren 22 Mitglieder im BLV, wie der Verband damals noch hieß. Die Lehrer standen im Dienst der Gemeinde und mussten oft hungern. Auch wurden sie als Freidenker beschimpft.
2011 fusionierten die beiden Kreisverbände Aichach und Friedberg zu einem gemeinsamen Kreisverband mit aktuell 445 Mitgliedern.
Bessere Bildung und Chancengleichheit seien damals wie heute die Ziele des BLLV, erinnerte Schubert in ihrer Rede.
Die Moderation der Veranstaltung hatte Rupert Jung, der Ehrenvorsitzende des KVs, übernommen. Mit launigen Ansagen unterhielt er das Publikum. Den stellvertretenden Landrat ließ er seine Kenntnisse der deutschen Schrift unter Beweis stellen.
Peter Tomaschko, Mitglied des Bildungsausschusses im Landtag, sprach sich für eine Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinaus aus. „In der Bildung könne man etwas bewegen und an die nächste Generation denken“, betonte er.
Präsident Klaus Wenzel forderte: „Bildung muss ein Element unserer Gesellschaft sein! Gerade im Hinblick auf den radikalen gesellschaftlichen Wandel sind die aktuellen Umbrüche für die Mitglieder der pädagogischen Profession eine Herausforderung.“ Gertrud Nigg-Klee, die Bezirksvorsitzende,  ging auf die schwäbische Geschichte des BLLV ein.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Rektorin der Elisabethschule auf dem Klavier, sowie Förderschullehrer Franz Breitsameter auf der Trompete.
Mitreißend war der Auftritt des 25-köpfigen a capella -Chores „Singsation“. 
 
 
 
 
 
 
 
BLLV-Dienstanfängerveranstaltung Aichach-Friedberg
 
Wie jedes Jahr zu Beginn des neuen Schuljahres lud der ABJ-Beauftragte des KV Aichach-Friedberg, Patrick Glaser, die neuen LAAs ein, um ihnen wertvolle Informationen für ihren bevorstehenden Schulalltag zu geben. Fast alle waren gekommen und wurden mit Informationen über ihre zukünftige Referendariatszeit versorgt. Rede und Antwort standen 90 Minuten lang Patrick Glaser, Martina Ritzel, 2. Vorsitzende, sowie Birgit Schubert, 1. Vorsitzende.
Gerne nahmen die Junglehrer sowohl schulische als auch dienstrechtliche Tipps an und lernten sich dabei auch gleich kennen.  

Dienstanfängertreffen in der Grund- und Mittelschule Stätzling-Derching

 
 
BLLV-Kreisverband Aichach-Friedberg auf Wein- und Kulturreise  in der Ortenau
 
Schon zum 7. Mal jährte sich die zur Tradition gewordene Wein- und Kulturreise des Lehrerverbandes zu Anfang der Ferien.
Brigitte Heß, die Pensionistenbetreuerin und Birgt Schubert, Vorsitzende des Kreisverbandes waren auf der Suche nach einem geeigneten Reiseziel diesmal auf die Ortenau gestoßen. Die
Ortenau ist eine geschichtliche Landschaft am rechten Oberrhein in der Vorbergzone des Schwarzwalds in Baden –Württemberg
Am 1. Tag ging es zunächst zum Blautopf nach Blaubeuren. in Baden-Württemberg. Die Blau fließt in Ulm in die Donau. Bekannt ist der Blautopf für die je nach Lichteinfall mehr oder weniger intensive, aber immer auffallend blaue Farbe seines Wassers.
Danach führte der Weg zum Hohenzollernschloss Sigmaringen. Sigmaringen liegt am südlichen Rand der Schwäbischen Alb. Das auf dem freistehenden Felsen erbaute Schloss ist das größte aller Donautal-Schlösser. Nun ging es durch den Schwarzwald nach Emmendingen, gelegen zwischen Breisgau und Weinland Ortenau.
Am 2. Tag stand das Weinbaugebiet „Badische Weinstraße“ auf dem Programm. Eine Führung durch Freiburg mit der Besichtigung des Freiburger Münsters sowie eine Rundfahrt durch die Weinbaugebiete der Badischen Weinstraße boten viel Sehenswertes. Eine große Schleusenfahrt auf dem Rhein bei ca. 38 Grad Hitze ließ die Vorfreude auf die Besichtigung eines kühlen Weinkellers mit anschließender Weinprobe stark ansteigen.
Am 3. Tag stand noch die Besichtigung der Römischen Badruinen an. Schon die Römer haben im damaligen Aquae Aureliae (Baden-Baden) die ersten Badeanlagen errichtet. Eine davon, das so genannte Soldatenbad, befindet sich unter dem heutigen Friedrichsbad. Dieses Balineum (Hygienebad) zeigt Fußboden- und Wandheizungen in einem einzigartig erhaltenen Zustand. Vorbei an übermannshohen römischen Mauern, erlebten die Reisenden mehr als 2000 Jahre alte Geschichte hautnah – die alte römische Badekultur wirkte wie zum Leben erweckt.
Nach 3 Tagen gemeinschaftlicher Erlebnisse gab es für die Teilnehmer am Schluss der Reise nur eine Frage: „Wo führt uns die Reise im nächsten Jahr hin?“

 
 Reisegruppe vor den Römischen Badruinen in Baden Baden

 
 
 
Mehr Eigenverantwortung für die Schulen
  
Bei einem Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden der CSU, Peter Tomaschko, hatten die
Vorstandsmitglieder des BLLV - Kreisverbandes Aichach-Friedberg Gelegenheit, dem Politiker nahe zu bringen, was sie sich in den nächsten Jahren für die Schulen wünschen würden.
An erster Stelle stand dabei die Stärkung der Mittelschule als weiterführende Schule mit hoher Praxisorientierung.
Tomaschko bestätigte, wie groß der Bedarf der Firmen an ausbildungsfähigen Mittelschülern sei.. Es gibt zur Zeit viele offene Ausbildungsstellen für Schüler, die praxisorientiert ausgebildet sind. Bei entsprechender Förderung in den Mittelschulen, warf Schubert ein,
wären auch die Ausbilder zufriedener mit den Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrer jungen Mitarbeiter. Noch reichten die finanziellen und personellen Mittel an den Schulen bei weitem nicht aus, um dem Gedanken der individuellen Förderung, den auch der Kultusminister gerne betont, voll gerecht zu werden. Schulen müssten in Eigenverantwortung selbständiger zum Wohle ihrer Schüler handeln können, vor allem auch beim Einsatz entsprechender finanzieller Mittel. Noch würde alles viele zu sehr vom Staat reglementiert werden.
In diesem Zusammenhang wies Tomaschko darauf hin, dass ein Abbau der Barrieren zwischen den einzelnen Ministerien dafür durchaus förderlich wäre.
Die Mittelschule befinde sich auf einem guten Weg, so Rektorin Faßnacht, eine echte anerkannte Alternative zu anderen mittleren Bildungsabschlüssen zu werden. Inzwischen kämen die Firmen schon an die Schulen, um Werbung für Ausbildungsplätze zu machen. Das war nicht immer so. Die Kooperation zwischen Mittelschulen und Betrieben hat sich auch Dank des Arbeitskreises „Schule und Wirtschaft“ gut weiter entwickelt. Die Eltern müssten wieder den Mut haben, ihre Kinder genau an die Schule zu schicken, an der das einzelne Kind gemäß seinen Anlagen und Fähigkeiten bestmöglich ausgebildet werden könnte.
Tomaschko wies darauf hin, dass bereits viel Geld, ca. 50 Millionen Euro, in Schulprojekte investiert worden sei. Auch der Bau des Gymnasiums in Mering kommt der Erhaltung und Sicherung der Schulstandorte Merching und Kissing entgegen.
Ein weiteres großes Kümmernis bedeute nach wie vor, so Rektorin Ritzel, der überaus große Übertrittsdruck in der 4. Klasse der Grundschule. Die Kinder so früh zu sortieren, sei einfach nicht ideal. Abgesehen vom Stress, dem Grundschüler ausgesetzt seien, bedeute jedes Kind, das dem Ort, an dem es zur Grundschule ging, den Rücken kehrt, einen Verlust für die Gemeinschaft im Ort. Sportvereine würden das besonders merken.
Auch produziert das System eine Reihe von Schulversagern, die, nachdem sie von einer Schulart zur anderen weitergereicht werden, kaum mehr einen guten Abschluss erreichen können, da sie die falsche Schulart gewählt haben.
Weitere Anliegen der Lehrer an den Politiker waren die Belastungen der Schulleiter und die nicht mehr ausreichende Leitungszeit, die den Aufgaben der Schulleiter nicht mehr gerecht wird. Viel zu wenige Stunden für Verwaltungsangestellte monierte Theres Wernetshammer.
Im Vergleich mit Realschulen und Gymnasien hätten Grund -und Mittelschulen hier wesentlich schlechtere Stundenzuweisungen.
Peter Tomaschko zeigte großes Verständnis und die Bereitschaft, auch in Zukunft ein offenes Ohr für die Anliegen der Lehrerschaft zu haben. 

 
CSU Fraktionsvorsitzender und Landtagskandidat Peter Tomaschko (Mitte) im Gespräch mit Vertretern des BLLV Aichach-Friedberg

 
Trophotraining: Mit den Kräften des Atems gesundheitliche Störungen behandeln.
 
Was ist Trophotraining? - Der Name „Tropho“ bedeutet: Ernährung von innen  und Training = Üben. Dr. Jakob Derbolowsky hat das Trophotraining als Entspannungsmethode entwickelt, sein Vater, Dr. Udo Derbolowsky ist der geistige Vater.
Birgit Schubert, die Vors. des BLLV - Lehrerverbandes Aichach-Friedberg wollte es genauer wissen und lud Frau Dr. Amling ein, für die Mitglieder des Kreisverbandes ein Einführungsseminar zum Trophotraining (Blitzentspannung) abzuhalten.
 
Begründer und Autor Dr. Udo Derbolowsky verspricht:
Mit 3x1 Minute täglich soll Stress bewältigt und Entspannung, Nervenstärke und Selbstbewusstsein erreicht werden. Also genau richtig für Lehrerinnen und Lehrer.
Konzentration, Ausgeglichenheit, Gelassenheit sowie Gesundheit und Nervenstärke sind ja für diesen Beruf von besonderer Bedeutung.
 
Frau Dr. Amling erläuterte zunächst genau die biologischen, physiologischen und philosophischen Grundlagen der Atembehandlung, um dann mit einer einfachen Atemübung die Entspannung herbeizuführen. Das Programm ist dabei rein kognitiv, d.h. es arbeitet nur mit Vorstellungen , die die Übenden eintrainieren. Aufgrund von Naturgesetzen müssen die gewünschten Ergebnisse dann von selbst eintreten.
Klingt sehr einfach, ist es aber nicht. Man muss sich schon sehr auf das Thema einlassen, um den gewünschten Erfolg herbeizuführen, stellten die Teilnehmer nach 90 Minuten einstimmig fest. Routinemäßiges Üben ist unverzichtbar, damit die gewünschten Ziele Wirklichkeit werden. Dafür braucht es aber laut Dr. Amling noch weitere Fortbildungsstunden.
 
Trophotraining wird erfolgreich angeboten in der Erwachsenenbildung, in der betrieblichen Gesundheitsförderung, in der Prävention und bei der AOK.
 
BLLV - Vorstandschaft  im Gespräch mit Frau Dr. Simone Strohmayr, SPD-MdL: Bildung - Keine Partei kommt an diesem wichtigen Thema im Wahlkampf vorbei!
Mit „Guter Bildung“ ,  “Früher Förderung“ und “Schule neu denken“ , um nur einige Themen zu nennen, liegt Frau Simone Strohmayr durchaus auf der Linie des BLLV.
 
Bei einem Gedankenaustausch, der in eine rege Diskussion mündete, trafen sich die Mitglieder des BLLV mit Frau Dr. Strohmayr im Büro der Abgeordneten in Kissing. Bereits seit drei Jahren setzt sich die SPD-Politikerin im Bildungssausschuss für faire Bildungschancen und mehr Bildungsqualität ein.
 
Birgit Schubert, die Vors. des Kreis-Lehrerverbandes, nannte zu Beginn mehrere Schwerpunkte, die der Lehrerschaft unter den Nägeln brennen würden:
 
 Inklusion 
Ganztagesschule  
individuelle Förderung  
Schule vor Ort erhalten
Leitungs- und Verwaltungsstunden
 
 Einig waren sich alle Gesprächsteilnehmer darin, dass gute Bildung nicht zum Nulltarif zu haben ist. Gute Bildung kostet Geld, das nicht immer in ausreichender Weise zur Verfügung gestellt wird. Völlige Übereinstimmung bestand darin, dass Kinder in allen Schularten , auch in Gymnasien und Realschulen individuell gefördert werden müssten. Dies geht aber nur mit mehr Lehrern in kleineren Klassen, so dass sowohl die sehr begabten Kinder, als auch die mit Defiziten in den verschiedensten Bereichen gefördert werden könnten.
 
Nötig hierfür sei, laut Strohmayr, vor allem eine interdisziplinäre Einbindung von Sozialpädagogen, Psychologen und Förderlehrkräften in den normalen Schulalltag. Allerdings bemängelten die Lehrer hierbei besonders, dass die genannten Fachleute nur sporadisch an den Schulen vertreten wären und somit auf diese Weise kein konstanter Bildungserfolg geleistet werden könne, besonders hinsichtlich der Inklusion von Kindern mit den verschiedensten Behinderungen. Rosi Kuttner und Tina Almannstötter, Förderlehrerinnen, bemängelten, dass es viel zu wenige Förderlehrer an Grund -und Mittelschulen gibt, um konstant und erfolgreich bei Lerndefiziten eingreifen zu können.
 
Auch der Auslesedruck in der 4.Jahrgangsstufe wurde ausgiebig diskutiert. Die 2. Vorsitzende, Martina Ritzel, bestätigte, dass der Übertrittsdruck in den Grundschulen momentan sehr groß sei. Es dürfte einfach nicht sein, dass Kinder in den 3. und 4. Jahrgangsstufen bei der Bewertung mit Note drei in Tränen ausbrechen und auch physische Beschwerden seien auf dem Vormarsch. Eine längere gemeinsame Schulzeit könnte dem schon sehr entgegenwirken. Simone Strohmayr kündigte an, dass in allen Regierungsbezirken Projekte für längeres gemeinsames Lernen angedacht sind. Da aber in Bayern das durchaus erfolgreiche dreigliedrige Schulmodell laut Kultusminister Spänle weiterbestehen soll, müssten andere Möglichkeiten gefunden werden, damit unsere Schüler bestmöglich gefördert werden können.
 
Ein gutes Ganztagesangebot für alle Schüler steckt allerdings auch noch in den Anfängen.
 
Nur mit entsprechenden finanziellen Mitteln, ausreichend qualifiziertem Personal und den entsprechenden Räumlichkeiten kann die gebundene Ganztagesschule zum Erfolgsmodell werden. Eric Altmannshofer regte hier besonders mehr Förderung in den Naturwissenschaften an. Wenn Schüler im Rahmen des Unterrichts mehr experimentieren und forschen könnten, dann würden unsere Schüler in Bayern auch naturwissenschaftlich bei Studien mehr punkten, ganz abgesehen von der persönlichen Entwicklungsförderung. Nicht ganz einverstanden erklärte sich der BLLV mit der so genannte Gemeinschaftsschule, in der alle Schüler bis zu ihrem Abgang aus der Schule gemeinsam unterrichtet würden, um erst sehr spät ihre angestrebten Abschlüsse zu wählen. Auch eine Gemeinschaftsschule könne nicht alle Probleme in unserer Schullandschaft beseitigen. Doch in dem Punkt war man sich mit Frau Dr. Strohmayr wieder 100%ig einig, dass jede Region andere bildungspolitische Voraussetzungen habe und aus diesem Grund maßgeschneiderte Lösungen für eine bestimmte Region am besten für unsere Bildungslandschaft wären. Unter dem Begriff „Regionale Schulentwicklung“ müsste man es den Schulen überlassen, welcher Weg in ihrer Region der beste für die Schüler sei. Auch für die Gemeinden ist es von großer Bedeutung, dass so wenige Standorte wie möglich von der bildungspolitischen Landkarte verschwinden. Im Landkreis Aichach-Friedberg sind in den nächsten Jahren, laut statistischen Berechnungen, auch ein paar kleine Schulen gefährdet.
 
Bei der Bildungspolitik müsse, so Rektorin Claudia Fassnacht stets der Schüler in der Problematik, die nun mal Bildungspolitik beinhaltet, im Mittelpunkt des Interesses stehen. Interessen von Gemeinden, Schulaufwandsträgern, Eltern und vor allem Schülern sind nicht immer gleichzeitig leicht zu bedienen. . Auch müsse die Mittelschule wieder mehr Anerkennung bei Eltern und der Wirtschaft bekommen, da sie momentan sehr differenziert aufgestellt ist und vor allem beste Möglichkeiten für Berufsorientierung mit praktischem Schwerpunkt und entsprechendem Abschluss bietet.  
 
Zuletzt sprachen Konrektor Rudolf Neuberger und die Verwaltungsangestellte Theres Wernetshammer noch an, dass sich aufgrund zahlreicher Neuerungen an den Schulen der Verwaltungsaufwand erheblich gesteigert habe. Schulleiter müssen mit zum Teil hoher Unterrichtsstundenbelastung zusätzlich die immense Bürokratie bewältigen. Sie brauchen dringend mehr Zeit dafür. Auch die Sekretärinnen sind stark eingebunden und werden nicht leistungsgemäß dafür entlohnt.
 
Frau Dr. Strohmayer zeigte sich den Anregungen der Lehrer gegenüber sehr offen und versprach, vieles davon mit in den Bildungsausschuss zu nehmen.
Zum Ende des produktiven Meinungsaustausches waren sich alle darin einig, auch in Zukunft regelmäßig im Gespräch zu bleiben, um damit im demokratischen Sinne für “Bessere Bildung“ mitwirken zu können.
 

 

 BLLV - Vorlesewettbewerb 2013 im Landkreis Aichach-Friedberg

 

Von den über 50 vierten Grundschulklassen nahmen alle mit ca. 1000 Schülern teil

 

Johanna Hölzl aus der GS Friedberg-Süd ging 2013 als Siegerin im Finale in der GS Kissing hervor. Als Lohn für ihren Sieg durfte sie den Buchpreis des Landrats, den Pokal der Raiffeisenbanken sowie den Sonderpreis, eine Autorenlesung in ihrer Schulklasse mit dem Kinder –und Jugendbuchautor Harald Grill, entgegennehmen. Diese Hürden muss der Sieger nehmen:  Klassensieger – Schulsieger –Zwischentscheid-Nord –Zwischenentscheid-Süd - Schlussentscheidung

 Lesen ist das Tor zur Bildung und zur Welt (Birgit Schubert)

Aus diesem Grund veranstaltete der BLLV Aichach-Friedberg seinen nun schon 24. Vorlese-Wettbewerb der 4. Klassen der Grundschulen, diesmal in der GS Kissing, wo Rektor Hermann Kollmansperger die Gäste in der Aula begrüßte. Der Schirmherr dieser Veranstaltung ist Landrat Christian Knauer, der aus gesundheitlichen Gründen diesmal nicht kommen konnte und seinen Stellvertreter Rupert Reitberger schickte.  
Finanziell unterstützt wird der Wettbewerb vom Genossenschaftsverband Bayern, KV Aichach-Friedberg (Raiffeisenbanken), was sehr wichtig ist, da alle Teilnehmer in allen Entscheidungsstufen schöne Buchgeschenke erhalten.
Martina Ritzel, Rektorin in Griesbeckerzell und 2. Vorsitzende des BLLV-KV Aichach–Friedberg leitet seit 2 Jahren in hervorragender Weise diesen landkreisweiten Lesewettbewerb. Birgit Schubert, die 1. Vorsitzende des Lehrerverbandes hob die Bedeutung des Lesens als Tor zur Bildung und zur Welt besonders hervor. Auch die Jury, besetzt mit Rupert Jung, Birgit Schubert , Ingrid Predasch, Rosi Kuttner, Luis Klein (Vorjahressieger) dem leitenden Schulamtsdirektor Dr. Klaus Metzger und der 2. Bürgermeisterin von Kissing, Silvia Rinderhagen, sowie Peter Burnhauser, Vorstandsvorsitzender der Bank, hatte es nicht leicht, den sieger zu ermitteln, da sich die Leseleistungen aller Teilnehmer auf einem hohen Niveau bewegten.  Unterstützt von ihren Lehrern, Eltern und Klassenkameraden, die mit nach Kissing gekommen waren, traten die 7 Vorleser gegeneinander an. Auch diesmal hatten sie wieder ihre Transparente mitgebracht. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Chor der GS Kissing unter der Leitung von Konrektorin Barbara Hierdeis und einer außergewöhnlichen „Cajon“ – Darbietung, engagiert geleitet von der Lehramtsanwärterin Hanna Kurz.


Die Teilnehmer (von links nach rechts):

Vorne die Vorleser: Siegerin Johann Hölzl (GS Friedberg-Süd), Antonia Tröndle (GS Aichach-Mitte), Ruth Plank (GS Pöttmes), Mona Strobawe (GS Schiltberg), Tobias Haberl, (GS Aindling), Ben Müller (GS Eurasburg), Philipp Penovici (GS Mering-Ambérieu)
Hinten die Jury: Martina Ritzel, Rupert Reitberger, Peter Burnhauser. Silvia Rinderhagen,  Dr. Klaus Metzger, Birgit Schubert